Freitag, 26. Mai 2017

Bianca...

Letztes Jahr stellte Lena aka fantantisch die Bluse Bianca vom französischen Label wearlemonade vor. Und was soll ich sagen? Grand coup de coeur...

Dieser Kragen...
Der Schlitz im Rücken...
Die Ärmel...

Einen passenden Stoff fand ich ohne größere Sucherei im Stoffladen. Ein Batist in warm-weiß mit schwarzen Herzchen... Passend zum coup de coeur...


Der Schnitt war dann auch schnell runter geladen. Den gibt es nämlich kostenlos (es sei denn man kauft die Papiervariante). Geklebt war er weniger schnell, da es keine Klebemarkierungen gibt. Da musste ich hin und wieder doch suchen, war aber lösbar. 
Wer Angst vor dem Französisch hat, der sei beruhigt - es gibt eine Videoanleitung. Zwar auch auf französisch aber man sieht gut was sie macht.


Der Schnitt, hat eigentlich eine leichte A-Linie. Das stand mir aber nicht. Daher habe ich den Schnitt begradigt, so dass er kastig ist. Auch habe ich ihn deutlich verlängert (wieviel genau weiß ich leider nicht mehr). Und ich überlege den Saum noch auszulassen. 2cm mehr fände ich nicht schlecht...



Wenn ihr die Bluse ebenfalls nähen wollt, markiert euch beim Steg und Kragen gut die Ober- und Unterseite. Die Schnittteile unterscheiden sich nämlich etwas in der Größe, damit man sie, wenn sie im Nahtschatten festgesteppt werden, auf jeden Fall erwischt.
Außerdem wird die Nahtzugabe des Stegs eingeschnitten (im Video "triangulier" genannt), damit er gut anliegt. Hier habe ich den Fehler gemacht, genau in der vorderen Mitte ein Dreieck auszuschneiden. Jetzt knickt der Steg etwas ein. Naja, stört mich jetzt nicht weiter.


Apropos stören - ich hatte  befürchtet, dass mich der Kragen nerven würde. Tut er aber nicht. Mir ist er weit genug...


Insgesamt ist der Schnitt eher weit, so dass es auch im Sommer luftig genug ist. Ich habe es getestet. Die Fotos sind nämlich bei jenseits der 30º Grad im Urlaub entstand... Schon letztes Jahr. Seitdem verweilt Bianca nämlich in meinem Schrank und wird gerne getragen. In allen möglichen Varianten. Aber am liebsten zu Jeans, Chucks und falls nötig mit einem farbingen Cardigan. 


Weiß ist eben doch ein super Basis...

Verlinkt mit #12coloursofhandmadefashion
Schnitt: Bianca von Wearlemonade (auf ici direkt über dem Video klicken)
Stoff: Batist aus dem örtlichen Stoffladen

Mittwoch, 24. Mai 2017

Line Flax...

So heißt der Capri-Hosen-Schnitt aus der Ottobre 2/15. Der Schnitt ist mir gleich beim ersten Durchblättern vor 2 Jahren ins Auge gestochen. Mir gefiel insbesondere der Chino-Look. Aber eine Capri-Hose für mich? Neeee...
Dann machten es Bimbambuki und Steffi von Herzekleid es letztes Jahr vor - die Hose funktioniert ganz wunderbar als Shorts. Das war die Lösung! Idee gespeichert und auf wärmeres Wetter gewartet um das Thema Shorts anzugehen.


Für meine Shorts habe ich die Reste meiner beigen Jeans verwendet. Ich trage die Jeans so gerne. Vorallem jetzt im Frühling / Sommer. Da erschien mir der Stoff, aber vorallem die Farbe sehr passend.


Genäht war sie recht schnell. Was natürlich ein wenig daran liegt, dass ich mittlerweile schon diverse Hosen für Klein und Groß genäht habe. Nur die Sache mit dem Reißverschluss einnähen dauerte etwas länger. Das habe ich bisher noch nicht sooo häufig gemacht.
Und wie es halt so ist, wenn man ein wenig Übung hat- meint man auch ohne Anleitung klar zu kommen. Bin ich auch. Nur habe ich allerdings nicht die vorgesehenen Falten, sondern eine Art Kellerfalte vorne. Dadurch bollerte sie vorne ziemlich arg. Deshalb habe ich, die beiden Falten etwa 2,5 cm lang zusammen genäht, so dass sie erst später aufspringt. Jetzt gefällt es mir gut.


Was mir an dem Original-Schnitt auch gut gefallen hatte, waren die Gürtelschlaufen. Die geben einer Hose gleich ein professionelleres Aussehen. Zumal ich gerne Gürtel trage. Die Höhe der Gürtelschlaufen ist auf den breitesten meiner Gürtel ausgelegt. Auch wenn ich, wie hier, vermutlich meistens einen schmalen dazu tragen werde.



Beim Zuschnitt war ich mir über die spätere Länge noch nicht im Klaren. Daher habe ich die Beinlänge großzügiger geschnitten. Nach diversen Anproben habe ich mich für eine Länge von 12 cm Innenbein-Länge entschieden.
Und dafür, die Hose umgekrempelt zu tragen. Die Innenseite des Stoffes ist nämlich ein wenig heller. Die Krempe habe ich lediglich seitlich etwas fixiert
Was ich natürlich nicht beachtet habe, ist, dass das Bein enger zu läuft und vorallem am Hinterbein den Stoff zusammendrückt. Die "Ausmaße" habe ich jetzt erst auf den Fotos gesehen...


So richtig gefällt es mir nicht. Ich denke, das werde ich noch einmal angehen. Mein Plan - das Bein auf spätere Länge plus Nahtzuge kürzen. Und die Krempe nach oben breiter werdend ansetzten. Dann sollte das Problem doch eigentlich behoben sein, oder?
Zum Glück ist noch ein klitzekleiner Rest vom Stoff vorhanden. Der könnte gerade so dafür reichen. Hoffe ich...


Ansonsten bin ich mit der Passform wirklich mehr als zu frieden. Sie sitzt durch die beiden hinteren Abnäher super gut. Und auch der Formbund passt bei mir perfekt. Sie liegt richtig schön an. Damit ihr das seht habe ich mein Shirt in die Hose gestopft, und erst zu  Hause bemerkt, dass es sich durch drückt 


Was gibt es sonst noch dazu zu sagen? Außer dass ich mich freue sie jetzt im Sommer auszuführen. Sie ist ein wunderbares weiteres Puzzelstück in meiner Mini-Garderobe und eine zweite, aber aus einem dünneren Stoff, dafür viel bunter ist schon zu geschnitten. Der Sommer kann kommen - ich wäre dann soweit...



Weiter geht es in der Mini-Garderobe mit einer Planänderung. Eigentlich wollte ich das Kleid "Relaxed", ebenfalls aus der Ottobre, im Herbst nähen. Nun stehen im Juni diverse Einladungen an. Daher wird es stattdessen das Waterfall Raglan von Chalk and Notch in de Kleidversion geben.

Liebe Mini-Garderoben-Mit-Näherinnen, wie sieht es bei euch aus? Kommt ihr voran? Braucht ihr eine Portion Motivation? Oder Hilfe?
Ich weiß, es ist manchmal gar nicht einfach am Ball zu bleiben...


Verlinkt mit MeMadeMittwoch, AfterWorkSewing, #IchnähemirmeineMini-Garderobe2017

Schnitt: Line Flax, Ottobre 2/15
Stoff: sandfarbener Jeansstoff, damals über Königreich der Stoffe

Mittwoch, 17. Mai 2017

Eine einfache Rechnung...

Eine ungemähte Wiese, voll mit Schafsgabe, Löwenzahn und Pusteblumen ist dafür verantwortlich, dass es diese Bluse gibt. Denn eigentlich befand ich mich ein wenig im Näh- und Motivationstief. Aber dann kam ich bei einem Spaziergang an dieser wunderschönen Wiese vorbei. Hier - genau hier- wollte ich diesen wunderschönen Batiststoff von Atelier Brunette fotografieren.


Da ich nicht wusste wann die Wiese gemäht würde, wollte ich keine Zeit verlieren und setzte mich gleich dran.
Es folgter ein ganz simpler Gedankengang: Streichelstöffchen, in einer Lieblingsfarbe braucht den
Schnitt des Lieblings(kauf)blusenshirt und dann müsste das Ergebnis perfekt sein...
Daher habe ich den Schnitt von meinem Lieblingsblusen-Shirt abgenommen. Dabei habe ich den Schnitt auf das wesentliche reduziert, damit der tolle Stoff namens Dash Lime noch besser zur Geltung kommt und Kleinigkeiten optimiert.


So habe ich den Schnitt um 2 cm verlängert und anstatt knapp zu säumen habe ich mit Beleg gearbeitet. Fand ich geschickter bei der starken Rundung des Saumes.

Ebenso am Ausschnitt. Im Gegensatz zum Saum habe ich den Beleg händisch mit einem Saumstich fixiert. Im Original ist der Shirt mit Schrägband versäubert. Aber ich mag die pure Anmutung des Beleges viel lieber.

Außerdem habe ich die Abnäher 2 cm hoch gesetzt. Von der Position her sind sie jetzt wirklich gut - vielleicht ein Tücki zu lang. Aber damit kann ich leben...

Beim Abnehmen des Schnittes ist mir erst mal aufgefallen wie subtil der Schnitt eigentlich ist. So ist er tatsächlich leicht tailliert. Hinten ein bisschen länger als vorne. Das war mir vorher nie aufgefallen, da die Kaufbluse sich an der Rundung meistens verkrumpelt hatte. Außerdem hat die hintere Saumlinie eine leichte Biegung.


Lauter Kleinigkeiten, die mir nicht bewusst waren, aber sicherlich dazu führten, dass ich diese Kaufbluse so mag.
Vor dem Schnittabnehmen dachte ich, es läge alleine an dem schönen Ausschnitt, dem leichten Fall der Viskose und der perfekten Breite. Bequem ohne zu Weit zu sein...


Jetzt bin ich mir fast sicher, dass meine Lieblings-Kaufbluse durch das nachgenähte Modell in der Top Oberteile-Rangfolge abgelöst wird. Sie ist nicht perfekt. Nein, wirklich nicht. So habe ich z.B. die Ärmel nicht so schön eingesetzt bekommen. Da ist beim Schnitt abnehmen was schief gelaufen. Da gibt es Nacharbeitungspotential.



Aber dann habe ich einen wunderbaren Webwaren-Shirt-Grundschnitt, den ich x-beliebig abwandeln kann...
Und dieser Stoff. Sooo unglaublich angenehm zu tragen. Und erst diese Farbe...
Bei Gelb werde ich schwach!

Anders als das meiste Gelb in meinem Kleiderschrank, ist dieses ein richtiges Frühlingsgelb. Wie die Tulpen oder der Löwenzahn oder die Schlüssel- und Butterblumen die man momentan überall sieht...



Ach, und wen es interessiert - ich war übrigens schnell genug. Die Wiese war am Wochenende noch nicht gemäht, aber mit gassigehenden Hundebesitzern bevölkert. Deshalb sind die Fotos ein paar Schritte weiter am ersten Überschwämmungsgebiet entstanden. Rechts vom Trampelpfad, der wildbewachsene Damm, links das Rheinufer... Auch nicht schlecht...

Verlinkt mit MMM, AfterWorkSewing
Schnitt: mein eigner (das fühlt sich verdammt gut an ;-)
Stoff: Dash Lime von Atelier Brunette über Stoffbüro

Dienstag, 16. Mai 2017

Lieblings-Geheimling mit Cordhose...

Eigentlich hatte ich mir anfangs der Jahres vorgenommen, mehr von den Kinderklamotten zu zeigen. Tja, war wohl nix! Dabei habe ich so viel für die Jungs genäht... Meistens scheiterte es an den Fotos. Gerade das Äffchen mochte in letzter Zeit nicht fotografiert werden. Egal ob richtiges "Shooting" oder parallel zum Spielen.
Jetzt war er allerdings Anfang des Jahres viel krank oder noch nicht Kindergarten-tauglich. An so einem zu Hausetag, war ihm offensichtlich langweilig genug, dass er einwilligte, Fotos von seinem Outfit machen zu lassen. Aber nur, wenn er parallel weiter angeln dürfte...

So saß er da, in einem seiner Geheimlinge und mit seiner "So Good"- Cord-Hose. Auf unserem Sideboard und angelte Hosen, Autos und was noch so am Boden veteilt lag... Und ich versuchte eingermaßen scharfe und aussagekräftige Fotos zu machen.

Den Geheimling nähe ich für beide Jungs hoch und runter. In allen möglichen Version. Der sitzt hier einfach gut und ist super wandlungsfähig.


Dieser hier ist der Favorit vom Äffen. Den Stoff "Siri in the Swing" hat er sich selbst ausgesucht. Den schwarzweißen Streifenstoff-Komistoff und den cognacfarbenen Akzentstoff, habe ich bei gesteuert. Ich liebe diese Farbkombi und trage selbst viel Cognac / Ocker zu Türkis/Petrol/Marine.


Genäht habe ich die Version mit V-Ausschnitt. Das war übrigens auch die ausschlaggebende Variante für mich, den Schnitt zu kaufen. Außerdem mit dem Unterarm-Patches und den Paspeltaschen. Obwohl ich schon einige Paspeltaschen genäht habe, haben mich diese zur Verzweifelung gebracht. Das lag auch nicht an der Anleitung. Nein, die ist super! Wenn man richtig liest und hin sieht...

Die Cord-Hose war mein alleresters Nähprojekt dieses Jahr, als plötzlich akkut Hosen-Notstand herrschte. Den Schnitt "So good" aus der Ottobre 4/13 fand ich super für den Breitcord aus Schwiegermutters "Erbschaft" geeignet. Denn die Patsches an der Innenbeinseite, werden orthogonal zum Fadenlauf zugeschnitten. So ensteht ein interessantes Bild durch die Struktur des Cords.


Was mich allerdings sehr gewundert hat, ist, dass sich "So good" das Schnittmuster mit "Practical" aus der selbigen Ausgabe geteilt hat. Und "Practical" wird als Slim-fit-Cargo-Hose bezeichnet. Vergleicht man die Beispielbilder, sitzten die Hosen wirklich völlig unterschiedlich. "So good" weit und "Practical" deutlich schmäler.  
Um dem tatsächlichen Sitz der späteren Hose besser einschätzen zu können, habe ich sie mit einer aktuellen, gut sitztenden Hose verglichen und bin zu dem Schluss gekommen, dass der Schnitt weiter ist. Also optimal um über die Winterstiefel getragen zu werden. Eine weiter Version aus Jeans, habe ich eine Größe kleiner, bei gleicher Länge zu geschnitten. Fand ich an meinem schmalen Kind einfach besser.

Verlinkt mit: CreaDienstag, Made4Boys, IchnäheBio, BioLink-Party
Schnitt: Geheimling von Peterling/Allerleinkind und So good Ottobre 4/2013
Stoff: Siiri in the Swing von Paapii Design (KbA) und schwarz-weißer Ringel von Lillestoff (KbA) über Kleewaldstoffe Cognac-farbener Viskosejersey vom örtlichen Stoffladen, Breit-Cord aus Schwiegermutters Fundus

Donnerstag, 11. Mai 2017

Blusenliebe...

In meinen Schrank ist eine neue Bluse gewandert. Wer hätte das noch vor gut einem Jahr gedacht? Da hatte ich nämlich keine einzige im Schrank hängen. Und jetzt nähe ich mir immer wieder eine. Ich habe letztes Jahr meine Blusenliebe entdeckt...
Blusenliebe. Das ist auch der Name vom neuen Schnitt von Fina. Den ihr heute hier übrigens auch gewinnen könnt...


Der Schnitt besticht durch seinen Ausschnitt und den Passen. Es gibt eine Version mit horizontalen Biesen in den vorderen Passen und eine schlichte Version. Ich habe mich auf Grund des Musters, aber auch weil ich mir Biesen bei mir nicht vorstellen konnte, für die schlichte Version entschieden.


Unterhalb der Passen wird gerafft. Bei mir fällt die Raffung vorne- warum auch immer- recht dürftig aus. Ein bisschen liegt es sicherlich auch an dem Stoff.
Was genau ich da für einen Stoff vernäht habe kann ich gar nicht genau sagen. Ich habe ihn vor gut 1,5 Jahren mit dem Plan eine Bluse zu nähen gekauft. Jedoch habe ich damals im Stoffladen nicht genauer nachgefragt. Ich vermute dass es Baumwolle ist. Denn für Viskose ist der Stoff zu schwer.

Auch hinten wird gerafft, wodurch die Bluse eine lässige Passform erhält.


Hier sieht man auch gut die Länge. Finas Schnitte sind auf 168cm ausgelegt. Daher habe ich sie (bei 1,74m) um 5 cm in der Taille verlängert. Das wäre aber gar nicht nötig gewesen. Denn hinten habe ich sie vor dem Säumen wieder um 4cm wieder gekürzt. Vorne um 2cm.


Dadurch ist der Verlauf von vorne und hinten zwar nicht ganz originalgetreu, aber man kann dennoch den schönen Schwung des Saumes erkennen.


Damit sich die Rundungen Säumen ließen, habe ich übrigens eine Hilfnaht ohne Fadenspannung 1cm vom Saum genäht. Entlang dieser Naht gebügelt und ein wenig an der Hilfsnaht gezogen, so dass im Bereich der Rundungen eingehalten wurde und dann noch mal umgeklappt. Das hat bei mir super geklappt.


Auch wenn wir uns alle darauf freuen, dass es endlich warm wird, habe ich mir für die Langarmversion entschieden. Ich wollte eine Bluse für jetzt sofort. Und aktuell ist es mir für Kurzarm noch zu frisch...
Wie es die Langarm-Version vorsieht, habe ich am Ärmelende ein Gummi eingezogen. Das Detail gefällt mir total gut. Ist easy zu machen und passt super zur gesamten Bluse, finde ich. 

Grundsätzlich ist die Bluse nicht sonderlich schwierig zu nähen. Man muss sich Zeit nehmen und recht ordentlich nähen. Vorallem aber akkurat zuschneiden. Und das ist wahrscheinlich fast das schwierigste von allem. Denn es eignen sich besonders weichfallende Stoffe wie Viskose oder Batist dafür.


Was ich an diesem E-Book auch noch toll finde, ist, dass man sich sein Nählevel bei dieser Bluse selbst stecken kann.
Ich habe aus Faulheits-Gründen die easy Version genäht. D.h.  Mein Stoff war nur mittelmäßig flutschig. Ich habe mich für den Beleg im Nacken, statt gedoppelter Passe und normale Nähte statt französischer Nähte entschieden. Und auf die Biesen verzichtet. Und weil ich diesmal wirklich keine Lust zu hatte, habe ich sogar auf die Knopflöcher verzichtet. Sie lässt sich wunderbar über Kopf an und ausziehen.


Ich hoffe, ich habe euch Lust auf den neuen Schnitt gemacht. Denn ihr könnt heute bei mir ein E-Book "Blusenliebe" gewinnen. Dafür müsst ihr hier bloß bis Freitag 18h einen Kommentar hinterlassen. Am Freitag abend gegen 21 Uhr gebe ich dann die Gewinnerin bekannt.
Ich drücke euch die Daumen. :-)

Wer seine Gewinnchancen erhöhen will, kann sein Glück auch bei diesen Damen versuchen...
Nicole von Stofffarbenspiel
Anke von mojoanma

Kati von die-atze-näht 
Lee von Lulu's bunte Welt

Martina von Liesylotta


Da sich die Gewinnerin nicht gemeldet hat, musste neu gezogen werden. Herzlichen Glückwunsch an Frau Freu-Zeit.

Und für diejenigen die leer ausgehen und die Blusenliebe dennoch haben wollen, gibt es den Schnitt bei Fina im Shop noch bis zu 18.5. zum Sonderpreis von 5,53€



Verlinkt mit Rums
Schnitt: Blusenliebe, Finas Ideen
Stoff: Baumwolle ? , vom örtlichen Stoffladen



Mittwoch, 26. April 2017

Girlfriend-Jeans...

Im April stand für meine Garderobe das Projekt Hose auf dem Programm. Dafür hatte ich mir die Girlfriend von Schnittherzchen heraus gesucht.


Der Wunsch nach einer solchen Hose bestand schon seit ca. 1,5 Jahren. Seitdem ich im Laden mal eine solche Hose an hatte. Sie saß echt super, allerdings ging die Hose nur bis zu den Knöcheln. Der Verkäufer meinte, das gehört so. Das mag sein. Aber ich mag knöchelfrei nicht leiden. Höchstens im Hochsommer, hochgekrempelt... Daher bleib die Hose im Laden und ich kaufte stattdessen das Schnittmuster "Girlfriend".


Und schob das Projekt lange, lange vor mich her. Die Kritiken waren eher so naja. Von vielen Anpassungen war die Rede. Davor hatte ich Respekt.
Und ja, viele Anpassungen waren nötig um zu dem Ergebnis zu kommen, welches ich euch heute zeige. Die Hose war am Poppes viel zu groß. Also viel, viel, viel zu groß. Gute 10 cm habe ich insgesamt an den unterschiedlichen Nähten weggenommen. Dabei hatte ich mich, wie im E-book beschrieben nach dem Hüftumfang gerichtet und mich, da ich zwischen zwei Größen stand, sogar für die kleiner entschieden.


Nach den Anpassungen rutschte sie zwar nicht mehr vom Po, aber es war die reinste Faltenlandschaft. Veränderte ich etwas an der einen Stellen, verschwanden die Falten um an einer andern Stelle wieder aufzutauchen... Immer und immer wieder. Das hat mich fast in den Wahnsinn getrieben... Wahrscheinlich hätte ich das Projekt auf unbestimmte Zeit in die Ecke gepfeffert, wenn es nicht für das Mini-Garderoben-Projekt gewesen werde. Daher war aufgeben keine Option.


Da ich durch abstecken und neu heften nicht weiterkam, beschloss ich meinen eigenen Jeans-Schnitt drüber zu legen. In der Taille hätte ich die Girfriend eh nie getragen. Daher hatte ich schon gleich den Bund auf 6 cm Höhe gekürzt... Und weil ich eh schon am ändern war, habe ich am vorderen Schnittteil ca. 2 cm von der Höhe weggenommen. Die riesen Taschenöffnung sahen an mir einfach bescheiden aus. Und siehe da, da saß die Hose plötzlich. Sicherlich nicht perfekt, aber tragbar. Und sogar sehr angenehm tragbar. Daher habe ich ihr ihre Zickereien bei ihrer Entstehung schon (fast) wieder vergeben.


Die Taschen saßen nach den Anpassungen natürlich überhaupt nicht mehr an der richtigen Stelle. Also habe ich auch sie wieder abgetrennt. Und habe sie auf meine normalen Taschenposition gesetzt. Das ist ca. 5 cm höher als im Schnitt vorgesehen. Grundsätzlich würde ich euch eh empfehlen die Taschen erst festzunähen wenn die Hose fertig ist und auf eurer "Schmeichelposition" zu achten.

Endlich konnte ich mich an den schönen Teil des Projektes - den  Details - machen. Ich entschloss mich für Ziernähte mit Jeansgarn in blau und Akzentnähte in beige.


Die vorgesehenen Gürtelschlaufen waren mir zu breit. Also habe ich die Breite der Schlaufen einer Kaufhose abgenommen und die Größe vor dem annähen mit meinen Gürtel getestet.
Außerdem noch ein bisschen aufgepimpe mit kupferfarbene Nieten und Knöpfe...

Und zuletzt ein SnapPap-Blanko-Label. Wie bei echten Jeanshosen eben...

Auch wenn mich die Jeans beim Nähen wirklich sehr geärgert hat, gibt es auch ein paar Punkte die durchs ganz gut waren. Z.B. hat die Beinbreite bei mir gut gepasst. Sie sitzt körperbetont, aber deutlich lockerer als die engen Jeans die ich sonst trage. Und nachdem ich sie jetzt ein paar Tage getragen habe, hat der Jeansstoff noch mehr nachgegeben... So soll das doch bei Girlfriendhosen. Sagt zu mindest das Internet ;-)


Auch die Beinlänge ist gut. Sie ist im E-book mit 32" angegeben. Ich habe sie auf meine üblichen 34" zuzüglich Saum verlängert und finde die Länge passt so.


Und was mir auch noch gut gefallen hat, ist der Bund. Den hatte ich ja in der Höhe reduziert. Und er saß von Anfang an recht gut. Damit er wirklich schön in meinem Hohlkreuz anliegt, habe ich die Seitennaht des Bundes noch einmal geöffnet und vom hinteren Teil im oberen Bereich noch mal ein bisschen was weggenommen. So sitzt sie hinten optimal.


Mit der Girlfriend füllt sich nun das Feld „Hose“ in meinem Mini-Garderoben-Übersicht. Weiter sollte es eigentlich mit dem Jumpsuit gehen. Dafür fehlt mir allerdings noch der richtige Stoff. Und auf Schnittgebastel habe ich nach dem Jeansdrama aktuell wenig Lust. Dehalb werde ich wahrscheinlich die Shorts vorziehen.. Mal sehen...



Verlinkt mit MeMadeMittwoch, AfterWorkSewing, Ich nähe mir meine Mini-Garderobe2017
Stoff: Jeans-Stoff, Stoffmarkt Coupon
Schnitt: Girlfriend, Schnittherzchen


Dienstag, 11. April 2017

Mein kleiner Michel...

Heute gibt es nur einen schnellen Post von mir - das Äffchen ist (mal wieder) krank...
Mir ist aufgefallen, dass ich euch noch gar nicht sein Hemd gezeigt habe. Dabei trägt er es sooo gerne.
Wenn er es trägt, läuft er immer ganz stolz rum und sagt: "Schau mal Mama, wie chic ich heute bin"
Und er hat recht, finde ich. Er sieht darin zum knutschen, ääähhh chic meine ich natürlich, aus.... Wie der kleine Michel von Lönneberga...

Ich weiß, unscharf, aber das Bild musste sein...


Vor allem, wenn seine Haare etwas länger sind (und er wieder dringend zum Frisör müsste) und er seine heiß geliebte Apfel-Wende-Kappe trägt. Die hat er sich zum Geburtstag von mir gewünscht. Eine seite oliv-grüner Feincord mit Apfel-Appli und die andere Seite mit echten "retro" Äpfeln.


Aber zurück zum Hemd...
Wie beim Hemd vom Räupchen habe ich den Schnitt Lenni aus der Ottobre 6/12 als Grundschnitt genommen. Auch hier habe ich auf den Kragen verzichtet und die durchgehende Knopfleiste zu einer kurzen Knopfleiste umgebastelt. Und natürlich hat es auch Riegel zum hochkrempeln...
Lenni fällt Breit aus. Daher habe ich es in 104er Breite und 116er Länge (Ärmel in 110) genäht.


Außerdem habe ich die Punkte geändert, die mir am ersten Hemd nicht so gut gefallen haben.
So ist der Steg nur noch 1,5 cm hoch. Die Falten im Rücken nicht mehr rechts und links außen, sondern zusammen in der Mitte und die Passe hinten ist gedopplet.



Ich finde, der Aufwand ein Kinderhemd zu nähen hat sich gelohnt, oder? Alleine schon für dieses, „Mama, schau mal wie chic ich bin“....<3 <3 <3



Verlinkt mit: CreaDienstag, KiddiKram, Made4Boys, für Söhne und Kerle
Stoff:Baumwoll-Webware von Stoff & Stil
Schnitt: Lenni, Ottobre 2/12