Dienstag, 28. Februar 2017

Streifen über Streifen...

Ich weiß nicht wie es euch geht - aber hier ist schon alles auf Frühling eingestellt. Ich habe keine Lust mehr auf dicke Pullis und die gesättigten Herbstfarben. Da kam mir Selmins Farbwahl bei #12colorsofhandmadefashion gerade recht -beige. Oder wie es mir besser gefällt- sand. Das klingt nicht so omahaft...  Sand ist für mich als Frühlings- / Sommer-Basisfarbe perfekt.


Und es ist eeeendlich an der Zeit eine Idee vom letzten Jahr umzusetzten.
Beim Surfen hatte ein gekauftes 3/4-Arm-Shirt mit amerikanischem Ausschnitt mit blauen und roten Ringeln gesehen. Genau so eins - das wärs... Tja, aber auf dem Stoffmarkt war damals partout kein ordentlicher blau-weißer Ringelstoff zu finden. Stattdessen sand-weiß.
Und dann verschwand der Stoff in der Kiste... Erst mangels Schnitt - das Bronte Shirt und die Lady Orphelia sagten mir nicht zu und dann war Herbst und mir stand der Kopf nicht mehr nach den hellen Farben...


 
Umgesetzt habe ich die Idee nach dem Schnitt Poetic Lace aus der Ottobre 5/2016. Theoretisch. Denn Praktisch habe ich einiges geändert.
Aus dem Kleid ist ein Shirt geworden. Aus Langarm 3/4-Arm. Auch der Ausschnitt wird eigentlich anders gearbeitet. Die Streifenversäuberung wird nach innen als Beleg geklappt und ist eigentlich nicht sichtbar. Aber die hellen Streifen hätten mich zu blass gemacht. Und bei dem Inspirationbild war der Ausschnitt auch rot eingefasst...

 

Die Unterteilungen stammen auch vom Inspirationsbild. Allerdings hätte ich gerne noch mehr hell geringelt gehabt und weniger Rotanteil. Tja, war nicht, wegen Stoff alle.
Memo an mich - ein 50cm-Cupon reicht gerade bis zur Taille. Bei einem normal Shirt. Nicht bei einem amerikanischem Ausschnitt wo die Überlappung der Schulter noch am hinteren Schnitteil vorgesehen sind...


 
Im Nachgang habe ich den Schnitt übrigens noch ein wenig mehr tailliert.
Auf Grund der Unterteilungen ist es nicht mehr so schön gefallen. Und beim Durchsehen der Bilder ist mir aufgefallen, dass die Ärmel am Oberarmbereich doch noch ein bisschen enger sein könnten. Nicht viel- nur ein bisschen...


Auch wenn ich hier meine Nase in die Sonne halte, die ersten wärmenden Strahlen und das Vogelgezitscher genieße, ist es noch ein bisschen frisch für. Deshalb muss gleich wieder meine Jacke drüber...


Grundsätzlich bin ich aber ganz zufrieden mit dem Shirt. Es lässt sich unglaublich gut kombinieren. Meine Hosen und Cardigans haben fast ausschließlich neutrale Farben. Da kann ich nach Lust und Laune mixen. Die Kontrastfarbe ist im Shirt schon eingearbeitet. Denn sand mit sand zu sand finde ich langweilig. Zu mindest an mir.

Hier einige weitere Kombinations-Beispiele:
Danke an Christine von Schneidersitz- für die Idee mit den Flatlays. Die fand ich so gut, dass ich sie mir glatt mopsen musste ;-)



Besonders freue ich mich drüber, dass das Shirt so gut zu meinem sandfarbenen Cardigan Rosina  (LMV 3/16)  passt. In Kombination zu meiner blauen Jeans und meinem braunen geflochtenen Gürtel wirkt es schön sommerlich légère.


Oder die etwas maskulinere Version mit meinem blauen Cardigan Mélange Knit (Ottobre 2/15) und dem rotbraunen Gürtel.


Und wenn es mal chic kombiniert sein soll, würde mir das Shirt zu meiner sandfarbenen Jeans (eigner Schnitt) mit cognacfarbenen Gürtel und meinem taupfarbenen Cardigan gefallen. Vielleicht sogar mit dezentem eng am Hals liegenden Goldkettchen...?

Und was sagt ihr? Welche Kombination gefällt euch am Besten? Oder fallen euch noch gar weiter Kombinationen ein, an die ich noch gar nicht gedacht habe?

Verlinkt mit: credienstag, #12colorsofhandmadefashion
Schnitt: Poetic Lace, Ottobre 5/16
Stoff: Jersey, Stoffmarkt

Donnerstag, 9. Februar 2017

Das Fräulein Lenz und ich...

...Wir hatten einen schweren Start.
Denn bei meiner Mini Garderobe wurde es von der Cheyenne  ausgestochen. Und das obwohl der Schnitt von Lotte & Ludwig ewig zur Hälfte abgepaust rum lag. Sogar der Stoff war schon ausgesucht. Aber ich war mir nicht wirklich sicher ob der Schnitt wirklich was für mich ist. Denn er ist nicht Relaxed fit. Auch nicht Loose fit. Sondern Oversize...



Aber dann rief Elke zum Blusen Sew-Along auf...Zeit hatte ich keine und wollte daher gar nicht mitmachen und beim Schnitt war ich mir immer noch unsicher - aber wenn nicht jetzt, wann dann...?


Der Schnitt birgt kaum typischen Schwierigkeiten einer Bluse. Es gibt keine Passformprobleme, da Oversize. Es gibt keine 1000 Schnittteile, keine Manschetten oder Ärmelschlitze... Aber Stehkragen / Kragen und Knopfleiste. Und zwei eckige Passen die akurat eingesetzt werden wollen...


Und dann wäre da auch noch der Stoff. Der Schnitt benötigt weichfallende Stoffe. D.h. Viskose, Crepe, Seide, Voile und andere Stoff-Fieslinge sind für den Schnitt prädestiniert....
In meinem Fall ist es ein karamellfarbener Viskosetwill. Und der war perfekt dafür geeigent.


Der Zuschnitt war nicht ohne. Ich war sehr froh, über meine paar wenigen Schnittteile. Das Nähen ging erstaunlich gut. Dachte ich. Bis ich feststellte, dass mir, nach einsetzten der Passen an den Schultern, einige Zentimeter fehlten. Da man aber an den Passen, um um die Ecken zu kommen, die Ecken einschneiden muss und mein Twill sehr franzanfällig ist, habe ich mich nicht getraut, wieder aufzutrennen und mein Glück erneut zu versuchen. Ich habe das Problem einfach ignoriert.
War was? Ich finde, man sieht nichts davon...


Tja, und dann war da noch die Sache mit den Stecknadeln und den Fäden... Die in der Bluse steckenden Stecknadeln haben auf misteriöse Weise - nachts, klammheimlich - Fäden gezogen. An mehreren Stellen. Da war sie nun zwar fast ganz fertig meine Bluse, aber mit unschönen Schlingen...Dämpfen brachte nichts. Und die  Schlingen waren auch nicht groß genug um sie durch ein Nadelöhr zu friemeln und nach innen zu ziehen. Also habe ich mir was anderes überlegt.


Ich habe mir einen Hilfsfaden (türkis) genommen und mit der Nadel durch die gebildete Schlinge gezogen (Bild links). Dann habe ich die Nadel direkt neben der Schlinge zur Hälfte in den Stoff versenkt und anschließend das andere Ende des Hilfsfadens ebenfalls durch das Nadelöhr gezogen. So hat sich quasi eine Schlinge um die Schlinge gebildet. (Bild Mitte) Und wenn man nun die Nadel auf die andere Seite zieht und dabei drauf achtet, dass beide Enden mit durch den Stoff kommen, ziehen sie die Schlinge mit auf die Innenseite (Bild rechts). So sieht sie von außen zu mindest wieder top aus.

Ein paar Kleinigkeiten gab es dann noch zu erledigen. So hatte ich die Ärmel von 3/4 Arm auf Langarm verlängert und gesäumt. Das gefiel mir aber nicht so richtig. Gerne hätte ich eine schmale Manschette im Nachhinein dran gebastelt, aber die Knöpfe der Knopfleiste habe ich als zu groß dafür empfunden und kleinere gab es die nicht. Also habe ich mich dazu entschlossen, ein Gummi einzuziehen. So gefällt mir der Ärmel richtig gut. Und ich kann immer noch die Ärmel hochschoppen und 3/4 Arm tragen.


Auch insgesamt bin ich mit meinem Fräulein Lenz recht zufrieden. 2 Kleinigkeiten würde ich beim nächsten mal ändern. So würde ich zum Beispiel die Knopfleisteninnen (gibt es dafür ein Wort?) verdoppeln, so dass man innen nicht die Versäuberung der Knopfleiste, sondern nur den Stoffbruch. Dann könnte man die Knopfleiste auch offen tragen... Und ansonsten würde ich den obersten Knopf noch etwas weiter oben ansetzten. Da wird zwar das oberste Knopfloch schwieriger zu nähen, aber dann dellt die Leiste oben am Steg nicht so ein. Auf den obersten Knopf im Steg habe ich übrigens bewusst verzichtet. Das gefällt mir einfach besser.


Meine Zweifel ob der Schnit was für mich ist, sind auf jeden Fall verflogen. Ich fühle mich in der Bluse sehr wohl. Und freue mich, dass der SewAlong mir endlich den fehlenden Anstupser gab...


Am Sonntag habe ich mein Fräulein Lenz bereits ins Restaurant ausführen. In chic kombiniert. Also für meine Verhältnisse...Mit meiner sandfarbenen Jeans und meinem taupfarbenen Cardigan. Für mich ungewohnt monochrom, dafür aber sehr passend zu Selmin Farbmotto der #12colorsofhandmadefashion....


Die Fotos sind irgendwann nachmittags entstanden, als wir uns mal kurz von der Gesellschaft abseilen konnten. Entsprechend knitterig war dann der Stoff. Dass die Bluse anfänglich gebügelt war, müsst ihr mir jetzt einfach glauben...


Verlinkt mit Rums, EllePuls
Stoff: Viskosetwill von Stoff & Stil (Online nicht mehr verfügbar)
Schnitt: Fräulein Lenz, Lotte & Ludwig

Donnerstag, 2. Februar 2017

Jumper...

Wer die letzten Tage auf meinem Blog vorbeigeschaut hat, konnte bei meinem Beitrag zur Farbe "grün" im Rahmen der #12colorsofhandmadefashion schon einen kleinen Blick drauf erhaschen - meinem Jumper. Das ist der neue Schnitt von FinasIdeen mit wahlweise den Trompetenärmeln oder einem Schlauchkragen. Oder, wenn man mag, auch beidem... Und seitlichem Schlitz und VokuHila.
Ich  habe mich für die schlichteste aller Varianten entschieden - nämlich die ohne allem. Aber schlicht muss weder einfach, noch langweilg sein, nicht wahr?


Ich habe entsprechend der Maßtabell eine 36 gewählt und keine Anpassungen gemacht. Von der Weite und Länge finde ich das Oberteil für mich wirklich optimal. A propos Länge- ich habe mich für die kurze Version entschieden. Wobei kurz relativ ist. Die lange Version ist nochmal deutlich länger und perfekt für Leggings und Jeggings...


 

Beim Ausschnitt habe ich mich für den größeren der beiden Möglichkeiten entschieden.



Um den cleanen Look zu behalten, habe ich den Beleg, der übrigens im Ebook enthalten ist, etwas anders gearbeitet als im Ebook vorgesehen. Den Beleg habe zu erst versäubert damit er sich später nicht aufrollt und aufträgt. Nach dem Annähen habe ich die Nahtzugabe an den Beleg festgesteppt und anschließend den Beleg händisch mit dem Saumstich rundum locker fixiert.
Wie man sieht, sieht man nichts.
Wenn ihr gaaanz genau hinschaut, könnt ihr die Fixation innen am untersten weißen Streifen erahnen. Wichtig bei der Methode ist, dass ihr ein Garn verwendet, dass eurem Hauptstoff sehr ähnlich ist.


Die Ärmel sind so lang wie der Stoff es hergab. Ich sollte es wirklich mal lernen, dass 1 Meter Stoff für Langarm bei mir nicht ausreicht...

Damit mein Strickoberteil nicht ganz so simpel daher kommt, habe ich es am Ärmelsaum noch mit einem Leder-Ösen-Akzent gepimpt. Das hatte ich schon häufiger gesehen und fand ich toll. Allerdings passte es bisher noch nie wirklich... Leider habe ich beim Ösen festdrücken nicht richtig aufgepasst und der Lederstreifen sitzt etwas schief und lässt sich auch nicht mehr gerade drehen. Naja- wir üben das noch mal ;-)

Dafür ist mir meine eigentliche Challenge, möglichst sämtliche Streifen passgenau zu treffen, geglückt. Nicht überall 100% perfekt, aber für mich perfekt genug um drüber hinweg zusehen. Und getragen fällt es schon dreimal nicht auf... ;-)


Ich freue mich sehr über meinen Jumper und möchte jetzt bitte Früüüüühling. Sofort!
Denn ich ahne, dass er wirklich Potential zum Liebliegsteil hat. Aber momentan ist es noch viel zu frisch für. Leider...

Und weil der Jumper genau das Jersey-Oberteil ist, welches ich mir genau aus dem Stoff, nur nach eigenem Schnitt für meine Mini-Garderobe nähen wollte, darf es die Skizze auf meiner Mini-Garderoben-Zusammenstellung ersetzten.



Weiter geht es mit dem Victoria Blazer von By Hand London. Das wäre nämlich eigentlich mein Februar Projekt gewesen, hätte sich das Probenähen nicht reingeschummelt ;-)

Ich ahne schon- es wird ein Spaß die schmalen Streifen ohne flimmern zu fotografieren...

Verlinkt mit: Rums
Schnitt: Jumper von FinasIdeen, kurze Version, größerer Ausschnitt
Stoff: Strickstoff vom Stoffmarkt

Freitag, 27. Januar 2017

Grün neu kombiniert...

Kennt ihr das? Ihr näht ein Oberteil und wollt zwischenzeitlich die Passform testen. Das neue Oberteil liegt neben euch auf dem Stuhl während ihr euch nackig macht. Und da liegen sie nun. Beide nebeneinander. Das Neue und das "Alte". Und dann passiert es - die Farben beider Oberteile fangen an zu strahlen. Als hätten sie nur aufeinander gewartet...
So geschehen letzte Woche, als ich mir das gestreifte Oberteil nähte und meine Lola an hatte.


An diese Kombination hatte ich bisher nicht gedacht. Marine mit hellem Olive...



Und wisst ihr was mich besonders an diesem Zufallsfund freut? Meine Lola passt zwar wunderbar in meine Herbst- / Wintergarderobe, ist aber eigentlich etwas dünn. In meine bisherige Frühlings- / Sommergaderobe passte sie bisher so lala... Das hat sich letzte Woche schlagartig geändert.

Wenn ihr wissen wollt, wie ich meine grüne Lola bisher kombiniert habe/ hätte, schaut mal bei meinem Beitrag zur Lola...
Und wenn euch das gestreifte Oberteil interessiert, müsst ihr euch leider bis nächste Woche gedulden ;-)


 
Ich habe mich übrigens ganz bewusst für einen Repost eines Kleidungsstücks für Selmins Aktion #12colorsofhandmadefashion entschieden und habe nicht meine grüne Cheyenne eingereicht. Denn bei der Aktion geht es auch darum, bestehendes neu bzw. noch nicht offiziell gezeigt, zu kombinieren. Und das passt gut zu "meinem" Thema der vernetzten Garderobe...


Verlinkt mit Freutag und #12colorsofhandmadefashion
Stoffe: Stoffmarkt
Schnitte: Lola, Schnittchen und Jumper, FinasIdeen (coming soon)

Mittwoch, 25. Januar 2017

Cheyenne...

Das erste Teil meiner Mini-Garderobe ist fertig. Und wie sollte es anders sein? Es ist die Cheyenne von Hey June via Nähconnection geworden... Dieser Stehkragen... Auch wenn es in meinen Augen kein wirklicher Stehkragen ist, sondern eher eine runde Passe oder ein Collier... In den hatte ich mich quasi schon beim ersten Anblick verliebt. Ebenso in den Stoff. Den hatte ich im letzten Sommerurlaub in Frankreich im Stoffladen entdeckt und der musste einfach mit...


Nachdem ich den Schnitt gründlich mit anderen gutsitzenden Schnittmustern abgegeblichen hatte, entschloss ich mich für Größe S und in den Schultern für Größe M. Nicht dass die Schultern außerordentlich schmal wären, aber ich bin da sehr breit gebaut...
Dafür habe ich die Schulterpasse, die Armkugel und der Rest vom Rückenteil sowie das Vorderteil bis zum Armloch in M abgezeichnet und zur S Nahtlinie auslaufen lassen. Enger machen geht hinterher immer noch... Theoretisch... Denn die Nahtzugabe wird noch einmal abgesteppt. Man sollte es sich also vorher überlegen... Mir kam die Idee zu testen, ob S in den Schultern nicht ausgereicht hätte, zu spät. Aber ich finde es nicht schlimm. Denn ich finde der Rücken wirkt nicht zu breit und auch die Schultern sitzten am richtigen Punkt.


Das der Ausschnitt jetzt hinten Falten wirft, liegt an der seltsamen Körperhaltung die ich bei den Fotos eingenommen habe. Leider habe ich kein richtiges von hinten Foto, nur von seitlich...
Hier kann man aber schön die hintere Länge und die Rundung der Tunikalänge sehen...


Verlängert habe ich das Schnittmuster übrigens nicht. Auch nicht die Ärmel! Die fallen im Schnitt wirklich lange aus. Denn ich muss sonst immer, immer, immer die Ärmel deutlich verlängern...
Aber die Cheyenne hat für mich die perfekte Ärmellänge...



Die Ärmel, aber vor allem die Mantschette, fand ich allerdings etwas weit. Da hatte ich überlegt ob ich sie enger mache, aber dann würden sie sich nicht mehr so schön locker hoch krempeln lassen... Also sind sie in Original breite geblieben. Wobei ich beim nächsten mal die Manschette enger machen würde und dafür dann die Falte tiefer...


Abgesehen davon, dass ich von der Passform der Cheyenne wirklich angetan bin und mich in meinem neuen Oberteil wirklich wohl fühle, finde ich die Innenverarbeitung einfach grandios. Es sieht tiptop aus. Ok fast - wer genau hinsieht findet sicherlich den ein oder anderen Fehler und darf ihn gerne behalten...


Zwei Punkte gibt es dennoch zu kritisieren. Wie ihr seht, habe ich auf der Innenseite ein Reststück vom Stoff meines Tanja-Kleids verarbeitet. Dafür wäre es gut gewesen von Anfang an zu wissen, welches Teile mit Vliseline verstärkt werden sollen - ob die Belege oder die Oberseite. Das wird erst später im Text deutlich. Zumal ich auch einen Augenblick gebraucht habe um zu begreifen, wie die Knopfleiste gefaltet wird...
Oder gibt es für Verstärkungen von Krägen / Knopfleisten eine Art Gesetz auf welche Seite die Vliseline gehört?

Der zweite Punkt und deutlich gravierendere Punkt, ist die wechselnde Nahtzugabe. Ich dachte, wenn ich mir im Vorfeld das Ebook durchlese und aufskizziere wo welche Nahtzugabe nötig ist, wird das schon... Pustekuchen. Am nächsten Morgen konnte ich mit meiner Skizze schon nichts mehr anfangen und ich musste wirklich für jeden Schritt ins Ebook schauen...


Ihr seht, die Skizze mit den unterschiedlichen Nahtzugaben ist ziemlich bunt geworden (und noch nicht mal fertig).  Ich bin mir sicher, dass hätte man auch anders lösen können! 
Da der Schnitt die Nahtzugabe schon beinhaltet, hätte die Schnittherstellerin doch darauf achten können nur eine oder wenn nötig zwei Nahtzugaben zu verwenden? Wären die Riegel z.B. 6 mm schmäler hätte man diese auch mit 10mm Nahtzugabe nähen können...
Und hätte man aus der Knopfleiste statt 1 Schnittstück, welches 4 mal zugeschnitten wird, 2 Schnittstücke gemacht - eins für Ober- und eins für Unterseite, welche dann je 2 mal zugesschnitten werden -  hätte man auch hier alles mit z.B. 10 mm nähen können... 
Oder denke ich da zu einfach?


Sicher, der Schnitt lässt sich gut nähen. Das Ebook ist gut erklärt und wenn man ihm folgt kommt man zu einem guten Ergebnis, aber für den Nähkomfort tut dieses ständige wechseln den Nahtzugabe nichts...

Nichtsdestotrotz wird es bei mir sicherlich noch eine (oder mehrere) Cheyennes geben. Dafür hat das Nähen zu viel Spaß gemacht und ich trage meine Bluse wirklich sehr gerne. 
Mal pur als Tunika oder lässig blusenmäßig in die Hose gesteckt oder unter einem Pulli...


Somit sieht meine Mini-Garderobe nun wie folgt aus...


Eigentlich wollte ich mit dem Victoria Blazer weiter machen, aber es hat sich ein Probenähen dazwischen geschummelt... Es folgt also nun Oberteil Jersey. Der kastige Schnitt und die Idee die mir vorschwebte bleibt, nur ist es nicht mehr mein eigener Schnitt...

Und wie sieht es mit meinem Vorsatz aus Stoff abzubauen? So lala würde ich sagen...
Vernähte Meter: -5,3 m
Neu gekaufte Stoffe: + 4,3 m
Stand Stoffkiste somit: -1 m
Stand Upcycling Kiste: - 2 Teil

Verlinkt mit MeMadeMittwoch, , #jecoudsmagarderobecapsule2017
Schnitt: Cheyenne, Tunic Version, Hey June
Stoff: Viskose von Mondial Tissus

Montag, 16. Januar 2017

Zwischenstand bei #myfallessentials...

Tja, was hat sich seit dem ersten Beitrag zu #myfallessentials getan?
Ich war mir damals unsicher bei meinem Stil. Mir fehlte gefühlt die Linie...
Außerdem mangelte es mir an Basics. An beiden Punkten habe ich gearbeitet. Auch wenn ich zwischenzeitlich das Gefühl hatte nicht vom Fleck zu kommen und mich im Kreis zu drehen. Aber tatsächlich bin ich einen großen Schritt vorangekommen und war ich sogar sehr produktiv...


Es sind 2 normale Langarmshirts, ein Rollkragenpulli, ein simples Sweatshirt nach dem Grundschritt Relaxed aus der Ottobre (das Kleid muss mind. eine Nummer kleiner genäht werden), zwei Strickjacken - eine genähte und eine gestrickte, eine Cheyenne Tunic als erstes Teil meiner Mini-Garderobe 2017 und als Masterpiece mein Wind- und Wetterparka entstanden. Ein rotbraunes Langarmshirt und ein brauner Pulli werden noch folgen...
Alle Teile - bis auf die olivefarbene Strickjacke werden gerne und viel getragen. Die Strickjacke ist schlichtweg zu dünn um aktuell gertragen zu werden.
Damit Platz für die neuen Teile im Schrank war, habe ich im Vorfeld viel aussortiert. Und wenn der Winter rum ist, werden weitere Teile gehen müssen...

Die Collage gibt schon einen guten Eindruck meiner bevorzugten Farben wieder. Aber ganz offensichtlich wurde es, ich für zwischen den Jahren meinen Koffer nur mit lauter Lieblingsklamotten packte...
Nur meine aprikot-/lachsfarbene Bluse für chice Anlässe fehlt auf dem Stapel...


Die meisten werden diesen Stapel als zu bunt empfinden. Aber ich mag Farbe! Und ich fühle mich wohl in Farbe. Weiß, schwarz oder grau habe ich kaum mehr in meinem Schrank. Darin fühle ich mich nicht wohl. Ebenso wenn ich mich ausschließlich in neutralen /quasi neutralen Farben kleide...
Daher trage ich meistens meine Basisfarben kombiniert mit einer Akzentfarbe.

Als Basisfarbe haben sich hier braun, marine, sand und olive durchgesetzt. Wobei ich im Herbst / Winter olive dem sand  vorziehe. Ansonsten gibt es bei mir sonnen-/senfgelb, karamel und petrol als Akzentfarben. Im Frühling / Sommer statt karamel eher orange / aprikot / lachs.

Seitdem ich meinen Schrank farblich nach und nach auf Frühlings-/ Herbsfarben umgestellt habe, fällt es mir viel leichter mit dem Kombinieren. Denn farblich kann ich nun fast komplett kreuz und quer kombinieren.... Und das tue ich nun auch fleißig. Manches passt besser zusammen als anderes, aber so richtige Flopps gibt es eigentlich kaum noch...


Besonders glücklich bin ich natürlich über meinen Parka. Denn durch die Farbe "Sand" ist er wunderbar kombinierfreundlich. Nur zur meiner braunen Ludwig Lässig passt er nicht so gut.
Da er fast täglich im Einsatz ist kann ich nun auch Rückmeldung zum Oberstoff und dem Wärmeempfinden geben...
Der Oberstoff  hält was er verspricht. Er ist regen- und schmutzabweisend. Wenn das Räupchen mal wieder auf den Arm wollte und seine matschigen Schuhe an meiner Jacke abstreifte, reicht es den Matsch trocknen zu lassen. Anschließend lässt er sich problemlos ausklopfen.
Wärmetechnisch ist der Parka (bestehend aus beschichtete Baumwolle, Thinsulate und Baumwolle) ebenso warm wie mein Doufflecoat aus Walk. Bei ca. 5 ° kann ich mich drunter ganz normal kleiden. Ist es kälter, muss ich drunter meinen Fleece- oder Merinopulli tragen....
Was aber definitiv ein großes Plus für den Parka ist, ist dass er tatsächlich winddicht ist. Auch der klirenste Wind dringt nicht ein.  Das war ja das große Manko vom Doufflecoat.


Auch stilistisch ist mir einiges klar geworden.
Im Winter geht mir der Stil flöten - ich bin eine Frostbeule.  Das war mir jetzt nicht neu ;-)
Ich kann mich gar nicht warm genug einpacken. Daher trage ich tatsächlich am liebsten Pullis. Und gerne Grobstrick. Drunter ist es fast egal, Hauptsache Langarm und warm, da die Wahrscheinlichkeit dass ich den Pulli auch in Räumlichkeiten ausziehe, gegen Null geht. Für den nächsten Winter möchte ich daher gerne für mich stricken...


Der Pulli ist "Jennifer" aus der La Maison Victor 5/16 und wurde von meiner Mutter für mich gestrickt - natürlich in grün / petrol ;-) Wie immer bei LMV in 34 aber um ca. 10 cm verlängert.  Eigentlich ist Mohair vorgesehen gewesen, aber ich habe mir ihn aus Merinowolle gewünscht. Jetzt ist er zwar nicht so fluffig, passt da für aber zu mir und meinem Leben...

Im Herbst / Frühling liebe ich Cardigans. Am liebesten in einer längern Variante. Also über den Hintern gehend. Hier zum Beispiel meine Strickjacke aus der La Maison Victor (Modellnahme ist mir gerade entfallen).


Den habe tatsächlich ich gestrickt. Meine Strickfähigkiten sind definitif ausbaufähig. Dennoch bin ich stolz drauf. Denn es ist das erste Teil dass ich seit meiner Jugend gestrickt habe. Und das waren dann auch nur Schals... Die Wolle besteht aus unterschiedlichen Fäden. So auch einen weißen und kupferfarbenen, die sich immer wieder verdicken. Dadurch ist die Farbe nicht langweilig und passt toll vorallem zu rot und braun Tönen aber auch zu Jeans...

Jeans ist ein gutes Stichwort - Das ist mein Kleidungsstück schlecht hin! Ich trage durchaus auch was anderes als meine dunkle Jeans die auf der Hüfte sitzt, aber tatsächlich ist diese Hose wahrscheinlich das meistgetragene Kleidungsstück in meinem Schrank. Das kann man auch meinen Fotos erahnen...
Röcke trage ich so gut wie gar nicht. Und Kleider eigentlich fast ausschließlich im Sommer oder zu besonderen Anlässen...
Eigentlich war noch eine Hose geplant. Die steht bei meiner Mini-Garderoben-Liste für März auf dem Programm. Sie ist also nicht hinten runter gefallen, aber erst einmal ging es drum, den tatsächlichen Bedarf zu decken.

Was mir auch riesig geholfen hat, mir über meinen Stil klar zu werden, sind meine Schnittrecherchen und Skizzen für mein Jahresprojekt #Ich nähe mir meine Mini-Garderobe 2017.
Das Skizzieren hat noch mal richtig schön visualisiert was ich mag. Und es war gut zu sehen, was zusammen passt und was nicht. Ich denke, dass werde ich beibehalten...

Aber nun zu den was ich mag: Momentan sind es eher legere Schnitte - Relaxed /Loose fit. Nach wie vor die überschnittenen Ärmel, wie an den beiden Pullis und kleinere runde Ausschnitte.
Oder einen moderaten U-boot Auschnitt wie an meiner Tanja.


Grundsätzlich mag ich schon blusenähnliche Schnitte - allerdings trage ich sie sie vorwiegend im Frühling/ Sommer.
Es gibt spezielle Elemente die ich an "Blusen" mag. Das sind Stehkrägen, kurze Knopfleisten, verdeckte Knopfleisten und Riegel.


Ich denke, durch die Zusammenstellung lässt sich mein Stil recht gut erfassen.
Und momentan bin ich eigentlich recht zufrieden mit meinem Stil und dem Weg den ich eingeschlagen habe. Das liegt mit sicherlich auch daran, dass mir zwei Personen unabhängig und ohne dass ich danach gefragt hätte, sagten, dass ich einen coolen und für mich passenden Stil bekommen hätte... Wenn das nicht runter geht wie Öl...